Der Markt für Hähnchenbrustfleisch im US-Großhandel hat in der vergangenen Woche leicht angezogen. LEAP Market Analytics betont, wie ungewöhnlich das ist: Für Brustfleisch ohne Knochen und Haut kommt zwischen Mitte September und Mitte November kaum einmal Kaufinteresse auf, das die Preise auch nur leicht anhebt.
Das Angebotswachstum verlangsamt sich. Die Kükeneinstallungen für Broiler beliefen sich in der Woche bis zum 24. Oktober auf 188,3 Millionen, die kleinste Wochensumme des Jahres 2026, lagen damit aber noch 0,4 % über der Vorjahreswoche. LEAP sieht die Branche einen Gang zurückschalten, rechnet aber damit, dass es noch mindestens ein bis zwei Monate dauert, bis die Tierzahlen durchgehend unter dem Vorjahr liegen. Ein wesentlicher Grund dafür, dass die Expansion so lange anhielt, ist die Produktivität: Die Zahl der geschlüpften Küken je Elterntierhenne und die Überlebensrate liegen beide nahe an Rekordwerten, was den diesjährigen Schlachtungen nach Schätzung von LEAP mindestens 350 bis 400 Millionen zusätzliche Broiler bringt.
Auch die Lagerbestände wirken eher preisstützend. Die Gefrierbestände an Brustfleisch lagen am 30. September 7,8 % unter dem Vorjahr und leicht über dem Fünfjahresdurchschnitt, was LEAP als knapp einstuft, wenn man das Produktionswachstum der vergangenen fünf Jahre berücksichtigt. Hinzu kommt, dass Brustfleisch gegenüber Hähnchenoberkeulen unterbewertet ist, dass der Einzelhandel es leichter in Aktionen herausstellen kann und dass die Rindfleischpreise im Vergleich weiterhin hoch sind.
Im Einzelhandel erreichte der Durchschnittspreis für Brustfleisch im September den höchsten Stand des Jahres 2026 und lag damit weniger als 1 % über dem Vorjahr.
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