Das durchschnittliche Lebendgewicht der Broiler bei der Schlachtung lag in den sechs Wochen bis zum 17. Oktober bei 6,65 Pfund und damit 1,7 % unter dem Vorjahr. Der offizielle Septemberwert betrug 6,67 Pfund, ein Minus von 0,9 %. Die Gewichte dürften 2026 zwar noch knapp über dem Niveau von 2025 abschließen, doch LEAP Market Analytics wertet die Entwicklung als Wendepunkt.
Die Integratoren passen die Größe der Tiere seit Jahrzehnten immer wieder an. Dabei wägen sie die Effizienz schwererer Tiere gegen die Schlachtkörperqualität, übergroße Teilstücke und Kunden ab, die alles von knapp unter 4 Pfund Lebendgewicht bis fast 10 Pfund verlangen. LEAP rechnet mit weiteren Feinanpassungen und damit, dass sich der Mix weiter zu schwereren Tieren verschiebt, hält es aber für möglich, dass die Branche den Punkt überschritten hat, an dem jährliche Zuwächse von mehr als 1 % regelmäßig auftreten. Zuletzt gab es einen solchen Zuwachs 2020.
Das Angebot ist reichlich, nicht knapp. Die bratfertige Produktion lag im September bei 4,20 Milliarden Pfund und damit 1,3 % unter dem Vorjahr, das dritte Quartal schloss allerdings mit einem Plus von 2,2 %, und seit Jahresbeginn liegt die Produktion 3,4 % über 2025. Für das Volumen dürften die Gewichte inzwischen per saldo ein belastender Faktor sein: Für das vierte und das erste Quartal werden nur sehr geringe Gewichtszuwächse erwartet, im kommenden Frühjahr und Sommer dann Rückgänge.
Bei den Kühlhausbeständen zeichnet sich das bereits ab. Die Broilerbestände lagen Ende September 5 % bis 6 % unter dem Vorjahr und ebenso unter dem Fünfjahresdurchschnitt, und die Bestände an gefrorenen Hähnchenflügeln liegen deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Das stützt die Hähnchenflügelpreise jedoch nicht, sie geben erneut nach: Günstige Innenfilets machen Hähnchenstreifen und Boneless Wings zu einem naheliegenden Ersatz. Immerhin bereiten die Futtermittelmärkte keine Sorgen mehr.
Die vollständige Analyse des US-Broilermarkts finden Sie hier.


