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Fallstudie

3. Apr. 2023 · Jan Bert Banga

Wie Vespers KI-gestützte Prognosen und Berechnungen den Einkauf von Nestlé stärken

In einem volatilen Milchmarkt stützt sich die Einkaufsstrategie von Nestlé auf KI-gestützte Vesper-Tools wie Preisprognosen und Berechnungen.

„Es trägt enorm zur Zeitersparnis bei und ist etwas, das wir in keinem anderen Tool gesehen haben“

Nestlé, ein weltweit führendes Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, steuert ein breites Rohstoffportfolio, in dem Milchprodukte die größte und wichtigste Position einnehmen. Nestlé bezieht Milchprodukte von mehr als 200.000 Landwirten in 27 Ländern und sichert so eine hochwertige Versorgung, während zugleich nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken gefördert werden. Milchprodukte stellen nicht nur das größte Rohstoffvolumen, sie spielen auch eine zentrale Rolle für die Nachhaltigkeitsziele von Nestlé.

Angesichts der Volatilität des Milchmarktes beobachtet Nestlé die Marktlage jeden Tag genau. Jan-Bert Banga, Regional Strategic Buyer für Milchprodukte bei Nestlé, bringt über 15 Jahre Erfahrung in der Milchwirtschaft mit, unter anderem aus Positionen bei FrieslandCampina und Interfood. „Als größter Einkäufer von Milchprodukten ist es für uns immer wichtig festzulegen, wie oder wann wir einkaufen. Deshalb ist unser strategischer Ansatz für uns sehr wichtig“, sagt Banga.

Jeder Rohstoff hat seine eigene Dynamik, Marktentwicklung und Preisbildung. Banga verantwortet das in der Schweiz ansässige Team für Magermilchpulver (MMP) und Milchfett und führt ein großes Team von 20 Einkäufern, von denen sich jeder einem bestimmten Milchprodukt widmet. „Unser Team ist hoch spezialisiert, jeder Einkäufer konzentriert sich auf Produkte von Milchpulver über Molke bis hin zu Frischmilch“, erklärt er.

Banga hat erlebt, wie tiefgreifend Vespers KI-gestützte Marktintelligenz-Tools die Einkaufsstrategie verändert haben. „Vesper hat die Art und Weise verändert, wie wir arbeiten“, sagt er.

Die Herausforderung im Umgang mit Marktdaten

Vor der Einführung von Vesper musste Banga täglich zahlreiche Websites und Marktindikatoren im Blick behalten. „Wer in meinen Browser schaute, sah Tabs von fast 20 verschiedenen Websites geöffnet, nur um Marktdaten zusammenzutragen“, erinnert er sich. Das war zeitaufwendig und ineffizient.

Mit Vesper hat sich das grundlegend geändert. „Vesper ist eine großartige Lösung: Alles ist an einem Ort gebündelt, und man kann es je nach den eigenen Prioritäten individuell anpassen“, sagt Banga. „Es spart enorm Zeit, mindestens 30 bis 45 Minuten pro Tag, die sonst für die Suche nach Daten verloren gehen. Diese Zeit kann ich stattdessen für das nutzen, was ich eigentlich tun sollte, nämlich die besten Preise bei unseren Lieferanten herauszuholen!“

Besonders nützlich findet Banga Vespers Preisprognosen und Berechnungen. Diese Funktionen liefern entscheidende Einblicke in künftige Preisbewegungen und helfen Nestlé, genauere Budgetpläne aufzustellen.

Erfolgreich prognostizieren

Vespers Preisprognosen sind eine weitere zentrale Komponente für Nestlé. „Wir schauen uns Vespers Prognosen täglich an. Zu wissen, wie sich die Preise in drei, sechs oder neun Monaten voraussichtlich entwickeln, ist für uns als Einkäufer die wichtigste Funktion“, sagt Banga. Diese Prognosen beruhen auf Computermodellen und liefern eine unvoreingenommene Einschätzung, mit der Nestlé seine Einkaufsstrategien und Einkaufsrichtlinien schärft.

Die Einbindung der Vesper-Tools in den Einkaufsprozess von Nestlé hat die Entscheidungsfindung verschlankt und die Effizienz erhöht. „Vesper hilft uns, unsere Einkaufsentscheidungen gut zu begründen, ob wir den Einkauf für eine bestimmte Zeit aussetzen oder Mengen sichern, wenn die Preise günstig sind“, merkt Banga an.

So deutete Vespers Preisprognose für Magermilchpulver auf einen bevorstehenden Preisanstieg hin, woraufhin Nestlé Mengen im Voraus sicherte. Zusammen mit dem Verständnis der bullischen Preistreiber aus Vespers Bereich Preistreiber verschafft dieser Weitblick Nestlé einen Vorsprung im umkämpften Milchmarkt.

Den profitabelsten Verwertungsweg berechnen

„Nestlé muss verstehen, was unsere Lieferanten am liebsten aus Milch herstellen, denn manchmal sind Magermilchpulver und Butter für die Hersteller nicht die profitabelsten Optionen“, erklärt Banga. In Vespers Bereich Berechnungen lassen sich verschiedene Milchbestandteile und Rohstoffpreise auf Basis der Milchpreise durchspielen. Vespers aktuelle Daten zeigen zum Beispiel, dass Mozzarella im Vergleich zu Magermilchpulver und Butter hoch bewertet ist. Für Hersteller wird es damit attraktiver, ihre Produktion auf Mozzarella umzustellen. „Das hilft uns, künftige Preisentwicklungen vorwegzunehmen und unsere Budgetplanung entsprechend anzupassen.“

Dieser Trend ist nicht neu: Käsesorten werden seit mehreren Jahren höher bewertet als Magermilchpulver und Butter, wie Vespers Widget zur historischen Milchverwertung zeigt.

Diese Verschiebung hat die Produktion von Magermilchpulver und Butter in den vergangenen Jahren deutlich beeinflusst und dürfte anhalten. Die Prognosen deuten für dieses Jahr auf einen noch stärkeren Rückgang hin. Das wird sich voraussichtlich auf die Magermilchpulver-Preise im kommenden Jahr auswirken, was Nestlé bei der Budgetplanung für das nächste Jahr berücksichtigen sollte.

Alles in allem hat Vesper die Marktdaten in einer benutzerfreundlichen Plattform gebündelt und Nestlé damit den Freiraum gegeben, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die besten Preise zu sichern und eine nachhaltige, hochwertige Versorgung mit Milchprodukten zu gewährleisten.