Der jüngste USDA-NASS-Bericht zu Hühnern und Eiern untermauert, was der US-Geflügelmarkt seit einigen Monaten signalisiert: Die Expansion der Broilerbranche verlangsamt sich.
Im September schlüpften für die Einstallung in den USA 8,81 Millionen weibliche Elterntierküken vom Broilertyp, nur 0,5 % mehr als im Vorjahr. Damit kam das dritte Quartal auf knapp 25,6 Millionen, ein Plus von 1,1 %, nachdem die Zahl im ersten Halbjahr 2026 um 5,0 % gestiegen war. Der Bestand an legenden Broiler-Elterntieren ging im September leicht zurück, lag am 1. Oktober mit knapp über 61 Millionen Tieren aber genau 2,0 % über dem Vorjahresstichtag, und LEAP Market Analytics stuft diese Herde als jung und leistungsfähig ein.
Verändert hat sich die Produktivität. Die durchschnittliche Zahl der geschlüpften Broilerküken je legender Elterntierhenne sank im September um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr, der dritte monatliche Rückgang in Folge, auch wenn der Durchschnitt von Januar bis September noch 1,2 % über dem Vorjahresniveau liegt. Nach Zuwächsen von 4,4 % im Jahr 2024 und 3,0 % im vergangenen Jahr hatte LEAP damit gerechnet, dass die leicht erzielbaren Produktivitätszuwächse irgendwann ausgeschöpft sein würden. Überraschend ist, wie schnell das geschieht und dass bereits Rückgänge von mehr als 1 % aufgetreten sind.
Die Gesamtzahl der im September geschlüpften Broilerküken stieg nur um 0,3 %. LEAP hält die verbleibenden Wachstumssignale für kurzlebig und erwartet nun, dass die bratfertige Produktion 2027 leicht zurückgeht. Das wäre der erste Jahresrückgang seit 2012. Die Pro-Kopf-Verfügbarkeit dürfte deutlicher sinken, um rund 0,5 %.
Die vollständige Analyse des US-Broilermarkts finden Sie hier.


