Kristian Kabel ist Head of Sales bei Lactoprot Deutschland. Lactoprot konzentriert sich vor allem auf die Verarbeitung von Milch und Molke und hat sich zu einem der weltweit führenden Hersteller von Kaseinaten entwickelt. Dank der seit jeher hohen Bedeutung von Qualität und dem Siegel „Made in Germany“ ist Lactoprot Deutschland heute rund um den Globus erfolgreich tätig.
Könnten Sie uns mehr über Ihren Werdegang in der Milchwirtschaft erzählen und darüber, wie Sie zu Lactoprot gekommen sind?
Es wirkt fast so, als hätte es so kommen müssen, denn ich bin dort aufgewachsen, wo das Werk von Lactoprot steht. Außerdem war die Milchwirtschaft immer ein Teil meines Lebens, meine Eltern waren Landwirte. Es überrascht also nicht, dass ich am Ende Agrarökonomie studiert habe. Direkt nach dem Studium habe ich bei Lactoprot angefangen, wurde schnell Sales Manager und anschließend zum Head of Sales befördert. Heute verantworte ich den größten Teil der europäischen und südamerikanischen Märkte und beschäftige mich mit zahlreichen Milchprodukten, darunter Magermilchpulver, Laktose und Molkenproteinkonzentrat (WPC).
„Produktionsdaten sind auf Vesper natürlich verfügbar, deshalb habe ich die Plattform ganz selbstverständlich ab dem Tag ihres Starts genutzt.“
Wie haben Sie zum ersten Mal von Vesper gehört?
Vor vier Jahren kam Alexander Sterk, Founder and CEO von Vesper, in unser Büro und erklärte, was das Unternehmen zu bieten hat. Einfach gesagt: Ich war von Anfang an begeistert. In meiner Masterarbeit habe ich viel mit Produktionsdaten gearbeitet und dachte damals, der Zugang zu diesen Daten müsste eigentlich einfacher sein. Produktionsdaten sind auf Vesper natürlich verfügbar, deshalb habe ich die Plattform ganz selbstverständlich ab dem Tag ihres Starts genutzt. Und seitdem habe ich nicht mehr aufgehört.
Wie unterstützt Sie Vesper bei Ihrer Arbeit, und welche Funktion nutzen Sie am häufigsten?
Der Austausch mit meinen Kollegen ist entscheidend, wir müssen jederzeit auf demselben Stand sein. Dabei hilft uns Vesper erheblich. Ich lese täglich den Bereich Nachrichten, um zu verfolgen, was im Markt passiert, und gebe die relevanten Informationen an meine Kollegen weiter. Das spart Zeit, weil ich die Informationen nicht mehr selbst zusammensuchen muss.
Einige meiner Kunden nutzen ebenfalls Daten von Vesper. Als Head of Sales dachte ich zunächst, das könnte ein Problem werden, tatsächlich ist es aber sehr praktisch. Ich kann Preise leicht erklären, die Kunden wissen, wovon ich spreche, und wir sind sicher auf demselben Stand. Der Milchmarkt ist sehr vom Bauchgefühl geprägt, und mit Vesper kann ich mein Gespür mit Fakten untermauern.
Was ist Ihre Lieblingsfunktion neben dem Bereich Nachrichten?
Ich nutze Vesper sehr umfassend. Für einen schnellen Überblick schaue ich immer auf das Dashboard. Das kostet mich nur ein paar Minuten, was ich sehr schätze. Jede Woche sehe ich mir den Vesper Price Index (VPI) an und erkenne daran, ob wir noch im Einklang mit dem Markt stehen oder ob wir etwas an unserer Preisstrategie ändern müssen. Auch der Bereich Marktausblick hilft mir sehr, er ist leicht verdaulich. Ich muss mir keine Zahlen mehr merken, weil die Preistreiber gut zugänglich sind und mir täglich oder wöchentlich einen schnellen Marktüberblick verschaffen. Nicht zuletzt lese ich jede Ausgabe der Weekly Highlights und teile sie mit meinem Team. So stellen wir am besten sicher, dass wir beim Marktgeschehen auf dem Laufenden sind.
„Weil sich die Daten mit Vesper leichter zusammentragen lassen, fallen auch Entscheidungen schneller.“
Hat Vesper verändert, wie Sie Entscheidungen treffen?
Wie gesagt, Entscheidungen beruhen immer auf Daten und Bauchgefühl. Weil sich die Daten mit Vesper leichter zusammentragen lassen, fallen auch Entscheidungen schneller. Bei langfristigen Entscheidungen muss man allerdings auch auf Vesper Zeit investieren und tiefer in die Daten und die Details einsteigen. Selbst wenn alle Daten an einem Ort liegen, bleiben Arbeit und Recherche nicht aus. Auch wenn es auf Vesper vorhanden ist, muss man dort nach detaillierteren Informationen suchen und darf nicht nur auf das Gesamtbild schauen. Man muss sich die Zahlen ansehen, und das ist ohnehin mit Arbeit verbunden.
Die Akteure der Milchwirtschaft zu verbinden, ist ein Kernanliegen von Vesper. Können Sie uns von Ihren Erfahrungen mit der Vesper Community berichten?
Ich sehe viel Potenzial in der Vesper Community. Manchmal arbeite ich mit Alexander Sterk zusammen, um Kontakte auszutauschen und uns beide mit den richtigen Leuten zusammenzubringen. Der Austausch untereinander ist für Rohstoffakteure enorm wichtig. Realistisch betrachtet kann Vesper nicht alle Entscheidungen für uns treffen, aber es kann ein wichtiger Teil unserer Entscheidungsfindung sein, wenn wir es klug einsetzen. Manche bevorzugen Grafiken, wie die im Bereich Marktausblick, andere lesen lieber ausführliche Marktberichte wie die Weekly Highlights. Vesper ist für jeden da.