
Die Süßwarenbranche erlebte 2024 stark auseinanderlaufende Entwicklungen: Hersteller von Schokolade und von zuckerbasierten Produkten standen vor deutlich unterschiedlichem Kostendruck. Unser Kostenmodell für die Schokoladentafel verdeutlicht diese Kluft und zeigt einen Anstieg der Gesamtkosten um 23,93 % im Jahresvergleich, getrieben vor allem von Kakao-Bestandteilen.
Hersteller schokoladenbasierter Süßwaren sahen sich beispiellosen Herausforderungen gegenüber, als die Kakaopreise historische Höchststände erreichten und viele zwangen, ihre Produktstrategien und Preise zu überdenken. Dieser Druck war besonders ausgeprägt bei Produkten mit hohem Schokoladenanteil, während Produkte mit geringerem Kakaoanteil oder Schokoladenüberzügen etwas weniger stark betroffen waren. Begleitende Zutaten wie Palmöl und Milchprodukte trugen zusätzlich zur Kostenlast bei.
Im Gegensatz dazu profitierten Hersteller zuckerbasierter Süßwaren von deutlich verbesserten Marktbedingungen. Die Zuckerpreise gaben gegenüber den Rekordniveaus von 2023 spürbar nach und sanken weltweit um 17 % und in Europa um 34 %, gestützt von einer starken Rübenzuckerproduktion. Das eröffnete Chancen für Produktinnovationen im zuckerbasierten Bereich und half, die Margen in diesem Segment zu halten.
Die Märkte für Glukose und Süßungsmittel sorgten für zusätzliche Stabilität, mit einem Preisrückgang von 7 % im Jahresvergleich, wovon Hersteller von Kaubonbons und anderen glukosebasierten Produkten profitierten. Das Überangebot in diesen Märkten, getrieben von deutlichem Produktionswachstum in China und Indien, half, günstige Preise für Hersteller zu erhalten.
2025 steht die Branche vor einer anhaltenden Aufspaltung ihrer Herausforderungen und Chancen. Hersteller schokoladenbasierter Produkte werden anhaltend hohe Kakaokosten und die bevorstehenden EUDR-Compliance-Anforderungen bewältigen müssen, während Hersteller zuckerbasierter Produkte auf einen sich neu ausbalancierenden Zuckermarkt treffen könnten, da die derzeit niedrigen Preise zu einer kleineren europäischen Rübenaussaat führen könnten. Verbrauchernachfrage und Preissensibilität werden die Gesamtnachfrage beeinflussen und könnten zu einem veränderten Appetit auf Süßes führen.
Was in diesem Report steht
Für einen tieferen Einblick in die Trends, die 2024 geprägt haben, und die Kräfte, die 2025 formen, bietet unser vollständiger Report detaillierte Erkenntnisse zu:
- Zucker und Süßungsmittel
- Kakao
- Nüsse
- Mandeln
- Walnuss
- Pflanzenöle
- Palmöl
- Kokosöl
- Sojaöl
- Rapsöl
- Sonnenblumenöl
- Milchprodukte
- Butter und Rahm
- Milchpulver
- Molke
Jeder Abschnitt bietet umfassende Daten und Analysen und hilft Ihnen, sich in den Komplexitäten des Süßwarenmarktes zurechtzufinden und fundierte Entscheidungen für das kommende Jahr zu treffen.
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