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Turbulenzen am Schokoladenmarkt 2024: Kakaopreise steigen bei Angebotsengpässen und Volatilität bei Milchprodukten

Der Schokoladenmarkt 2024: stark steigende Kakaopreise, volatile Milchkosten, Entlastung beim Zucker und der Ausblick für Hersteller 2025.

Vesper Team
Vesper TeamResearch-Team
20. Januar 20252 Min. Lesezeit

Der Markt für Schokolade erlebte 2024 beispiellose Turbulenzen, bestimmt von Kakao-Preisen, die auf historische Höchststände stiegen. Der Anstieg ging auf erhebliche Produktionsausfälle in Westafrika zurück, wo sowohl Ghana als auch die Elfenbeinküste mit ungünstiger Witterung und Pflanzenkrankheiten kämpften, was strukturelle Angebotsengpässe schuf, die auf eine längerfristige Verschiebung der Marktdynamik hindeuten.

Etwas Entlastung kam vom Zuckermarkt, wo die Preise gegenüber den Rekordhöhen von 2023 deutlich nachgaben, gestützt von starker europäischer Produktion und starken Exporten. Diese positive Entwicklung reichte jedoch nicht aus, um die dramatischen Kakaokostensteigerungen auszugleichen. Die Märkte für Milchprodukte sorgten mit ihrer eigenen Volatilität für zusätzliche Komplexität, besonders bei Spezialzutaten, die für die Schokoladenherstellung entscheidend sind.

Wie gravierend diese Marktdynamik ist, zeigt sich deutlich in unserem Kostenmodell für Milchschokolade: Die Gesamtkosten lagen zum Jahresende fast 50 % höher als 2023. Dieser dramatische Anstieg hat Hersteller gezwungen, verschiedene Anpassungsstrategien zu prüfen, von Rezepturänderungen über angepasste Packungsgrößen bis zu Effizienzsteigerungen im Betrieb. Zugleich hat der Markt eine Beschleunigung der Premiumisierung gesehen, mit der Unternehmen versuchen, unvermeidliche Kostensteigerungen weiterzugeben.

Mit Blick auf 2025 steht die Branche vor mehreren Herausforderungen. Die Angebotsengpässe bei Kakao zeigen keine Anzeichen einer schnellen Auflösung, während andere Zutatenmärkte volatil bleiben. Die Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) im Dezember 2025 fügt eine weitere Ebene an Komplexität hinzu und könnte die Kakaobeschaffung und Handelsmuster beeinflussen, besonders aus Westafrika. Die Kombination aus Marktdruck und regulatorischen Änderungen wird Hersteller zwingen, ihre Lieferkettenstrategien grundlegend zu überdenken und zugleich flexibel bei Beschaffung, Produktion und Preisgestaltung zu bleiben.

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