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Der US-Legehennenbestand für Konsumeier ist im September geschrumpft, was selten vorkommt

Legehennenbestände wachsen im September normalerweise. Dieses Jahr gingen sie zurück, und die letzten beiden Male, als das geschah, gab es dafür klare Gründe.

Ralitsa Videnova
Ralitsa VidenovaAnalystin für Lebensmittelzutaten
22. Oktober 20261 Min. Lesezeit

Der US-Bestand an Legehennen für Konsumeier ist zwischen dem 1. September und dem 1. Oktober leicht gesunken, von knapp über 320,0 Millionen Tieren auf knapp unter 319,1 Millionen. Das ist ungewöhnlich. Einen Rückgang im September gab es zuletzt 2022, als zwei voneinander unabhängige Ausbrüche der hochpathogenen aviären Influenza fast 4,9 Millionen Hennen kosteten. Davor war das 2013 der Fall.

Trotz dieses Rückschlags war der Bestand am 1. Oktober noch immer 4,4 % größer als ein Jahr zuvor, und die Konsumeierproduktion erreichte im September 7,93 Milliarden Eier, 6,5 % mehr als im Vorjahr. Die Eierproduktion der USA wuchs dank eines Produktivitätsschubs schneller als der Bestand: Die Zahl der Eier je Legehenne stieg im Vorjahresvergleich um 1,3 %, der erste Monat seit Juni 2024 mit einem Zuwachs von mindestens 1,0 %. Da die Erzeuger zu ihren üblichen Ausstallungsplänen und Herdenrotationen zurückkehren, dürfte das Durchschnittsalter des Bestands sinken. LEAP Market Analytics erwartet, dass die Legeleistung dadurch kurzfristig relativ hoch bleibt, bevor sie sich wieder abschwächt.

Die interessantere Zahl steht am Anfang der Lieferkette. Die Zahl der geschlüpften Legehennenküken belief sich im September auf 51,3 Millionen, 7,8 % weniger als im Vorjahr, und die kumulierten Schlupfzahlen des Jahres liegen nun 4,2 % hinter dem Tempo von 2025. Gemessen an den größeren Elterntierbeständen, die die Brütereien beliefern, deutet diese Lücke auf ein gezieltes Aussortieren von Bruteiern hin. Der Trend von 2025 kehrt sich um.

LEAP sieht weiterhin Spielraum für ein Wachstum des Bestands bis in den Winter, rechnet aber zunehmend mit einer Obergrenze bei rund 325 Millionen.

Die vollständige Analyse des US-Eiermarkts finden Sie hier.