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Fallstudie

20. Okt. 2023 · Martijn van Lindenberg

Wie Van Lee mit Vespers Commodity-Intelligence-Plattform wettbewerbsfähige Preisstrategien entwickelt

Milchhändler Van Lee nutzt Vespers Preisindex, Futures-Spreads und Milchverwertung, um Milchpulver wettbewerbsfähig und im Takt mit den Kunden zu bepreisen.

„Vesper ermöglicht es uns, fundierte Entscheidungen zu treffen, die zu den aktuellen Marktbedingungen passen, und unseren Kunden einen fairen Preis zu garantieren.“

„Ich komme aus einer Familie mit einer Geschichte im weltweiten Milchhandel, und angetrieben von den faszinierenden Geschichten meines Vaters über diese Branche wollte ich sie schon lange selbst kennenlernen.“ So beginnt Martijn. Bevor er jedoch in dessen Fußstapfen trat, wollte Martijn seinen Horizont zunächst anderswo erweitern und fing bei Afas an, einem Softwareunternehmen. „Nach vier Jahren in der Softwarebranche war endlich der richtige Zeitpunkt gekommen, den Schritt in den Handel zu gehen. Über einen gemeinsamen Kontakt bin ich mit Van Lee in Berührung gekommen und habe es seitdem nie bereut.“

Van Lee ist ein Unternehmen mit einer eindrucksvollen 35-jährigen Geschichte im Handel mit Milchpulver, Molkenpulver und Milchderivaten. Van Lee agiert im Herzen der europäischen Milchwirtschaft und arbeitet eng mit renommierten Herstellern und Logistikpartnern zusammen. Der Schwerpunkt liegt in Westeuropa, und die Aufgabe des Unternehmens besteht darin, das Risiko für die Werke zu verringern, damit diese unerwartet hohe Kosten vermeiden. Über strukturierte Laufzeitverträge garantiert Van Lee Preisstabilität, Menge, Verfügbarkeit und natürlich Qualität über den vereinbarten Zeitraum.

Im Takt mit den Kunden

Laut Martijn ist es entscheidend, im Takt mit den Kunden zu sein, denn Van Lee will ihnen von Anfang an einen fairen Preis bieten. Vespers EU-Übersicht der Rohstoffe spielt eine zentrale Rolle dabei, die eigenen Preisstrategien mit den Erwartungen der Kunden in Einklang zu bringen. Martijn erläutert: „Immer mehr unserer Endabnehmer nutzen Vesper, auch diejenigen, die bestimmte Milchprodukte suchen. Wir können schnell in Vesper nachsehen, um sicherzugehen, dass wir auf demselben Stand sind, und nutzen dabei die Transparenz, die es im Markt schafft.“

Anfangs fragte sich Martijn, ob überhaupt Verhandlungsspielraum bleibt, wenn alle auf dieselben Daten schauen. Bei spezifischen Produkten wie Magermilchpulver (MMP) beseitigt ein gemeinsamer Referenzpunkt für Marktpreise jedoch das Risiko, die Preise zu hoch anzusetzen. „Zu wissen, dass wir dieselben Zahlen sehen wie unsere Kunden, ist beruhigend. So können wir fundierte Entscheidungen treffen, die zu den aktuellen Marktbedingungen passen, und unseren Kunden einen fairen Preis garantieren“, erklärt Martijn.

Strategische Erkenntnisse

Auch das Wettbewerbsumfeld zu verstehen, ist ein wesentlicher Teil des Geschäfts von Van Lee. Der Markt für Milch-Futures ist in den vergangenen vier bis fünf Jahren gewachsen und zieht Teilnehmer aus unterschiedlichen Handelshäusern an. Diese Futures-Kontrakte dienen als Benchmark für die Preisbildung bei physischer Ware. „Die Futures-Kontrakte geben uns Einblick in die Strategien und Budgetzwänge anderer Marktteilnehmer.“

Martijn nennt eine neue, spannende Funktion in Vespers Preis-Widgets: „den Spread“. Sie erlaubt es, die Differenz zwischen den Preisen am Futures-Markt und den tatsächlichen Preisen am physischen Markt zu verfolgen. „Indem wir diese Spreads konsequent beobachten, gewinnen wir Einblick in die Handelsstrategien unserer Wettbewerber. Muster in diesen Spreads zu erkennen, etwa eine plötzliche Verengung von 50 Euro auf 10 Euro, kann auf Verschiebungen in der Marktdynamik hindeuten. Das veranlasst uns, genauer hinzusehen und fundierte Prognosen über künftige Entwicklungen zu treffen.“ Ein solcher Spread ist die Differenz zwischen dem EU-Preis für Magermilchpulver laut Vesper Price Index und dem MMP-Futures-Preis an der EEX. In den vergangenen sechs Monaten schwankte die Preisdifferenz in einer Spanne von 100 Euro pro Tonne, mit Ausnahme der Monate Juni und Juli.

Markttrends prognostizieren

Neben der Analyse von Futures, die Martijn bei der Entwicklung wettbewerbsfähiger Preisstrategien für Produkte hilft, nutzt er Vesper, um seine Markteinschätzung zu formen. Als Händler müssen sie die Richtung des Marktes antizipieren, um Entscheidungen zu treffen, die zu profitablen Geschäften führen. „Vespers Dashboard liefert eine Fülle an Informationen: Details zur Milchanlieferung in Ländern wie den Niederlanden, Frankreich und Deutschland, Lagerbestände, Export- und Importmengen und mehr. Für unsere eigenen Handelsstrategien ist es eine wertvolle Quelle, besonders bei pulverförmigen Milchprodukten.“

Zusätzlich hilft Vespers Widget zur Milchverwertung Van Lee dabei, die Rohstoffkosten auf Basis der aktuellen Milchpreise abzuschätzen. „Vespers Berechnungen helfen uns, Produktionsniveaus und Marktdynamik vorherzusagen. Außerdem behalten wir Marktausblicke und Marktstimmungen genau im Blick, besonders wenn wir einschätzen, ob der Markt nach oben oder nach unten tendiert. Und schließlich liefert uns der KI-gestützte Nachrichtenbereich von Vesper, wenn ich einmal Luft habe, spezifische Erkenntnisse zu wichtigen Akteuren der Branche, etwa Lakeland und Fonterra.“

Alles in allem ist Vesper für Martijn zu einem unverzichtbaren Begleiter geworden, der ihm hilft, sich in der Komplexität von Preisbildung, Wettbewerb und Marktdynamik zu orientieren.