In den USA sanken die Schokoladenumsätze rund um Halloween in den neun Wochen bis zum 17. Oktober um 33 Millionen USD. Das ist laut NIQ-Daten, über die Reuters berichtete, der insgesamt stärkste Rückgang seit 2023. Die Einbußen entfielen auf Milchschokolade, während die Umsätze mit dunkler Schokolade leicht zulegten, und die Verbraucher griffen zunehmend zu kleineren Packungen. Die Verbraucherstimmung in den USA fiel im Oktober auf ein Fünfmonatstief, der Verbraucherpreisindex (CPI) erreichte im September ein Fünfmonatshoch.
Bei den Preisen sind die Süßwarenhersteller gespalten. Mondelez plant gezielte Preissenkungen in Europa, um Verbraucher zurückzugewinnen, was die Kakaoverarbeitung mengenmäßig beleben könnte. Hershey geht nicht davon aus, die Preise 2027 zu senken, und erwartet auch ohne Preissenkungen bessere Absatzmengen. Beide rechnen für 2025/26 mit einem Überschuss, Hershey mit 500.000 bis 600.000 Tonnen und Mondelez mit 500.000 Tonnen, doch Mondelez erwartet für 2026/27 ein Defizit von 190.000 Tonnen.
Die Kakao-Futures blieben in ihrer Handelsspanne, an der ICE Europe wie an der ICE US gaben sie im Wochenvergleich um rund 3 % nach. Die Angebotssignale sind uneinheitlich. Die Lagerbestände der ICE stiegen erneut, doch die jüngsten Anlieferungen in der Elfenbeinküste fielen schwach aus, und Exporteure zahlen Berichten zufolge bis zu 20 % über dem Erzeugerpreis, um sich Bohnen zu sichern. Der Kaffee-Kakao-Rat rechnet mit einer Haupternte von 1,2 Millionen Tonnen nach 1,5 Millionen in der vergangenen Saison. In Ecuador halten die Rekordregenfälle an. Bei den Exporten könnte sich das später im vierten Quartal zeigen, stärkere Auswirkungen sind wahrscheinlich im ersten Quartal 2027 zu erwarten.
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